activeFlow

Aus dem Boreout in den Flow

Die Leute arbeiten nicht, doch niemand merkt es.

Das Thema des Boreout hat in unserer Gesellschaft eine große Bedeutung, doch niemand spricht davon. Stress und Burnout dominieren die Berufswelt – doch das ist nur eine Seite der Münze, denn an vielen Arbeitsplätzen verbringen Angestellte zwei, drei Stunden täglich mit Privatkram.

Deshalb ist auch sehr wenig darüber bekannt, wie man aus dem Boreout in den Flow kommt. Der Soziologe Pausen hat sich in den letzten Jahren des Themas des Boreouts angenommen. Laut dem Magazin „der Spiegel“ schrieb Pausen in einem ausführlichen Artikel im US-Magazin „The Atlantic“, dass in den USA etwa 70 Prozent des Traffics auf pornografischen Webseiten während der Arbeitszeit anfallen. 60 Prozent aller Online-Einkäufe werden in den USA in der Arbeitszeit zwischen 9 Uhr morgens und 5 Uhr nachmittags getätigt. Während man die Situation in den USA relativ gut kennt, weil die Boreout Situation dort am besten untersucht wurde, deuten einige Studien auf eine weltweite Verbreitung des Phänomens hin. In der Schweiz berichteten etwa ein Drittel der Angestellten über Arbeit, bei der sie sich unterfordert fühlten.  Gemäß Stressreport 2012 der detuschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin fühlten sich in Deutschland 13 Prozent der abhängig Beschäftigten fachlich und fünf Prozent mengenmäßig im Job unterfordert.

In seinem Buch „Empty Labor“ fasst Pausen 40 ausführliche Interviews zusammen, die er mit Menschen geführt hat, welche mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit privaten Dingen verbracht haben. Dabei hat Pausen herausgefunden dass

  • vor allem in Bürojobs vielfach eine Kultur der Verlogenheit herrscht. Für viele Mitarbeiter macht ihre Arbeit keinen Sinn, und sie bleiben nur, weil sie den Lohn brauchen. Diesen Arbeitsverdruss darf man jedoch nicht offen ansprechen, weil das gegen die geltenden Regeln verstieße und in letzter Konsequenz die Weiterbeschäftigung gefährden könnte.
  • Angestellte sich nicht ausgefüllt fühlen, wenn der Job nicht anspruchsvoll ist. Clevere Angestellte nutzen diese Zeit für befriedigendere Tätigkeiten, z.B. indem man eine Doktorarbeit schreibt oder in jeder freien Minute an seiner Musik komponiert.
  • in vielen größeren Organisationen Mitarbeiter einfach zu wenig zu tun haben. Oft wird rapportiert, dass die Aufgaben an andere vergeben worden seien, bis es dann plötzlich für einen gar nichts mehr zu tun gibt. Besonders eindrücklich etwa ein Chef-Fahrer, der für die nachfolgende Vorgesetzte kaum mehr fahren musste und dann in einem Magazin während Monaten auf einen Einsatz warten musste, ohne dass er irgendwie nutzbringend beschäftigt gewesen wäre. Das Entziehen von Aufgaben – oder das Vergeben vollkommen unnötiger Arbeiten – kann in einigen Unternehmen eine Form des Mobbings sein.

Wer sich gegen diese Missstände erhebt und mehr Arbeit fordert, dem wird oft das Arbeitspensum reduziert. „Wenn Du schon so wenig arbeitest, bezahlen wir Dir doch nicht so viel.“ Es resultiert also ein Eigentor. Statt mehr Aufgaben zu erhalten, reduziert sich der Lohn. Natürlich ist in solchen Situationen die Stimmung schlecht, und mit der Leistung der ganzen Organisationseinheit stimmt etwas nicht.

Obwohl Boreout ähnliche Symptome zeigt wie Burnout ist er natürlich nicht aus dem Stress entstanden, sondern aus der Langeweile, die bekanntlich auch krank macht. Bei einem Versuch liess man einen Reporter ohne Kontakt zu anderen Mitarbeitern und ohne Aufgaben eine Woche lang in einem Büro sitzen. Nach der Arbeit war  er jeweils zu erschöpft, um noch etwas zu unternehmen. Erholung stellte sich auch nicht ein, denn immer noch kreisten alle Gedanken um den Job, während die Stimmung im Keller war. Selbstverständlich war dann auch der Schlaf nicht sehr erholsam, und das Aufstehen am nächsten Morgen ebenso schwierig.

Wie komme ich nun aus dem Boreout in den Flow?

  1. Schonungslose Analyse. Ein paar Fragen, die Sie sich stellen können, finden Sie hier:  http://hypeflow.ch/blog/?p=22.
  2. Identifizieren Sie für sich den optimalen Erregungszustand.
  3. Nehmen Sie die aus der optimalen Erregung generierte Kraft an Ihren Arbeitsplatz mit und engagieren Sie sich so, dass Sie innert sinnvoller Zeit in den richtigen Erregungszustand kommen.

Gerne zeige ich Ihnen, wie Sie darüber hinaus mit der Aktivwach-Hypnose http://www.clauderibaux.ch/kurse/aktivwach-hypnose/sogar noch in einen Flow Zustand gelangen können. Bitte wenden Sie sich direkt an mich.

Ihr

Claude André Ribaux

Hinterlassen Sie eine Antwort